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14. DLRG Neujahrsbaden: 145 Mutige springen verspätet in die Nordsee

Fotos: Tobias Schulze, Andreas Behr

Redakteur: Andreas Behr

Stürmisches Wetter hatte dem traditionellen Neujahrsbaden der DLRG-Ortsgruppe Borkum am 1. Januar zunächst einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch Aufgeben kam für die Organisatoren nicht infrage: Stattdessen wurde die beliebte Veranstaltung auf den Samstagnachmittag, den 3. Januar 2026, verschoben – und entwickelte sich trotz winterlicher Bedingungen erneut zu einem stimmungsvollen Highlight zum Jahresauftakt.

 

„Ausfallen lassen oder verschieben? Wir haben uns bewusst für die Durchführung entschieden und sind sehr glücklich über diese Entscheidung“, zeigte sich Britta Erdwiens von der DLRG Borkum zufrieden. Bei Böen von bis zu neun Beaufort wäre ein sicheres Baden an Neujahr nicht möglich gewesen, erklärte die Schatzmeisterin. Am Ersatztermin wagten sich schließlich 145 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die rund fünf Grad kalte Nordsee.

 

Aufgrund einer Abbruchkante eines ablaufenden Prils wurde das Badefeld vor dem DLRG-Vereinshaus „Middelhüsche“ diesmal leicht versetzt eingerichtet. So blieb der Sprung ins Wasser zwar eisig, aber sicher – und nicht gleich ein Sprung in die berühmt berüchtigte Eistonne. Bei lediglich zwei Grad Lufttemperatur und einem scharfen Wind von bis zu sechs Beaufort, der sich wie minus fünf Grad anfühlte, ging es mit vollem Anlauf in den Pril mit spürbarer Strömung. Viele der „Wasserratten“ sorgten in fantasievollen Kostümen für bunte Farbtupfer am winterlichen Strand, andere bevorzugten den klassischen Badeanzug oder die Badehose – hielten sich jedoch verständlicherweise dank des schnittigen Windes nur kurz in den Fluten auf. 

 

Zahlreiche dick eingepackte Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Spektakel mit großer Begeisterung, spendeten Applaus und feuerten die Mutigen lautstark an. Für die Sicherheit sorgten wie gewohnt die Einsatzkräfte der DLRG sowie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS): Während ein Wasserrettungsteam der DLRG im Einsatz war, wurde das Geschehen zusätzlich vom Seenotrettungskreuzer Hamburg der DGzRS aus überwacht.

 

Nach dem kurzen, aber intensiven Bad ging es für die Teilnehmenden zum Aufwärmen und Umziehen in die Kulturinsel, natürlich nicht ohne ein gemeinsames Erinnerungsfoto, während viele der Zuschauenden noch einen Punsch beim Stand der DLRG zum Aufwärmen zu sich nahmen. Der deutliche Zuwachs gegenüber dem Vorjahr – 2025 nahmen 104 Personen teil – zeigt, dass die Begeisterung für das Neujahrsbaden ungebrochen ist, selbst bei erneuter wetterbedingter Verschiebung. Ein Erfolg also trotz zweitem Neujahrs-Wetterpech in Folge.

 

Für das kommende Jahr hofft man bei der DLRG wieder auf bessere Bedingungen am 1. Januar – und vielleicht sogar auf Teilnehmerzahlen nahe dem Rekordjahr 2024 mit 366 Badegästen. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, der DGzRS Borkum und dem DRK Borkum, die diese Veranstaltung erst möglich gemacht haben“, sagt Britta Erdwiens abschließend und weiter: „Und natürlich bei allen Wagemutigen im Wasser sowie bei den Zuschauenden, die für eine tolle Kulisse und Stimmung sorgen. Das Neujahrsbaden bleibt ein Highlight, das einen erfrischenden Start ins neue Jahr garantiert.“

 

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