Borkum trotzt Schnee, Sturm und Eisglätte
ab/ Der Jahresstart 2026 brachte Borkum eine außergewöhnliche Winterlage mit Schnee, Sturm und Eisglätte, wie sie seit Jahren nicht mehr vorgekommen war. Trotz teils dramatischer Prognosen fiel Sturm „Elli“ schwächer aus als erwartet, führte jedoch mit starkem Schneefall, Wind und Glätte zu deutlichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Am Freitag, 9. Januar, kam das Inselleben weitgehend zum Erliegen: Schulen, Kitas, touristische Einrichtungen und viele Geschäfte blieben geschlossen, der Verkehr war stark eingeschränkt. Nach dem Schneewochenende verschärfte Eisregen am Montagmorgen, 12. Januar, die Lage nochmals, bevor sich die Situation im Wochenverlauf entspannte. Währenddessen liefen umfangreiche Sicherungs- und Räumarbeiten, kommunale wie private Dienste waren im Dauereinsatz.
Stadt Borkum zieht positives Fazit
Bürgermeister Jürgen Akkermann bewertet den Winterdienst insgesamt positiv: „In der Gesamtschau hat der Winterdienst gut funktioniert.“ Die
Einsätze hätten an den betroffenen Tagen von 6 Uhr morgens bis teils 23 Uhr gedauert, Hinweise aus der Bevölkerung – etwa zu Schneeverwehungen im Ostland – seien zeitnah umgesetzt worden.
Zugleich verweist Akkermann auf realistische Grenzen. Gestreut werde nach Prioritäten und verfügbaren Ressourcen, nicht Erwartungen seien sofort leistbar oder gesetzlich gefordert. Auf den Pflasterstraßen der Insel sei eine geschlossene, befahrbare Schneedecke ausreichend. Positiv hebt der Bürgermeister die überwiegend zuverlässige Räumung der Gehwege durch die Anlieger hervor. Ein entsprechender Hinweis sei bewusst über die Presse kommuniziert worden. In Einzelfällen seien Ordnungsgelder verhängt worden, da nicht geräumte Gehwege eine erhebliche Gefahr für Fußgänger darstellten und haftungsrechtliche Folgen haben könnten. Abschließend betont Akkermann die Eigenverantwortung: Schnee und Eis seien Naturereignisse, auf die man sich einstellen müsse. Die große Mehrheit der Borkumerinnen und Borkumer habe dies umsichtig getan.
NBG ohne Beschwerden
Die Nordseeheilbad Borkum GmbH (NBG) schloss ihre touristischen Einrichtungen vorsorglich zum Schutz von Mitarbeitenden und Gästen. Die Maßnahme stieß auf Verständnis, Beschwerden gab es keine.
Auf der Promenade und an zentralen Bereichen wurde der Winterdienst zügig umgesetzt und begehbare Wege geschaffen. Der Flughafen blieb geöffnet, bereits am Samstag starteten wieder erste
Hubschrauberflüge.
AG „EMS“ und Kleinbahn trotzten dem Schnee
Trotz extremer Bedingungen hielt die Borkumer Kleinbahn den Bahnverkehr während des Schneesturms „Elli“ weitgehend störungsfrei. Durch den intensiven Einsatz von Strecken- und
Hafenmitarbeitenden, unterstützt von einem neu angeschafften Kompakttraktor, wurden Bahnsteige und Kaianlagen kontinuierlich geräumt und gegen Glätte gesichert, regelmäßige Lokfahrten hielten die
Schienen befahrbar. Deutlich stärker betroffen war der Busverkehr, der zeitweise vollständig eingestellt werden musste und erst zum Wochenende eingeschränkt wieder anlief.
Der Fährverkehr verlief nahezu planmäßig. Lediglich eine tide- und witterungsbedingte Verspätung der MS Ostfriesland sowie der vorsorgliche Ausfall einer Zusatzverbindung waren zu
verzeichnen. Insgesamt blieb die AG EMS als einzige Reederei der Ostfriesischen Inseln durchgehend im Betrieb. Die Verkehrsgesellschaften danken den Mitarbeitenden für ihren Einsatz sowie den
Fahrgästen für ihr Verständnis.
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Winterspaß...
Schneefall auf Borkum sorgt nicht nur für Arbeit, sondern bringt natürlich auch eine Menge Spaß mit sich... hier ein paar schöne Eindrücke von unseren Leserinnen und Lesern. Auch die Notgruppe der Grundschule Borkum beteiligte sich - angelehnt an die Aktion in Hamburg – beim Bau von tollen "Schneemännern"... und auf die Idee mit Kite und Ski auf dem schwarzen Deich zu fahren, muss man auch erstmal kommen!














































