„Aktenzeichen XY“ soll neue Hinweise liefern
Redakteur/Fotos: Andreas Behr
Die „besonders schwere Brandstiftung“ in der Borkumer Hindenburgstraße in der Nacht des 23. August 2024 ist bis heute nicht aufgeklärt.
In dem Mehrfamilienhaus brach im ersten Obergeschoss ein Feuer aus und machte das Treppenhaus für zwei betroffene Familien in einer Wohnung unpassierbar. Zu dem Zeitpunkt befanden sich dort sieben Menschen, darunter zwei Kleinkinder. In ihrer Not sprangen die Familien mit den Kleinstkindern aus dem Fenster.
Die Eltern zogen sich teilweise lebensgefährliche Verletzungen zu und wurden per Rettungshubschrauber in Kliniken auf dem Festland geflogen.
Die betroffene Wohnung brannte vollständig aus. Die zwei rumänischen Familien wurden durch den Brand obdachlos.
Vorsätzliche Brandstiftung
Die anschließenden Ermittlungen ergaben, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt. Aufgrund der Tatsache, dass sich zum Zeitpunkt des Feuers mehrere Menschen im Gebäude befanden, wurde die Tat von der Staatsanwaltschaft Aurich als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft.
Trotz umfangreicher Untersuchungen, bei denen auch externe Sachverständige einbezogen wurden, konnte bislang kein Täter ermittelt werden. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.
Hoffnung auf sachdienliche Hinweise
„Bei uns sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen“, sagt Anna Hoormann, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Aurich. Von der Ausstrahlung erhoffe man sich „neue sachdienliche Hinweise“, sagt die Staatsanwältin. Neue Hoffnung setzen die Ermittlungsbehörden nun auf die Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ungelöst“, die den Fall am Mittwoch, 6. Mai, um 20:15 Uhr im ZDF aufgreift. Durch Hinweise aus der Bevölkerung erhoffen sich Polizei und Staatsanwaltschaft entscheidende Fortschritte bei der Aufklärung der Tat.
