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Gute Nachrichten für Borkum – nach rund zwei Jahren intensiver Abstimmungen und Gespräche liegt nun die Förderzusage für die Verstärkung und Erhöhung von insgesamt neun Dalben im Borkumer Schutzhafen vor. Die N-Bank unterstützt das Projekt mit 1,006 Millionen Euro.
Die verbleibenden Kosten der Gesamtinvestition in Höhe von rund 1,258 Millionen Euro trägt die Nordseeheilbad Borkum GmbH (NBG) als Eigentümerin der Nordseewindport GmbH.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem (Weener) sprach von einem Erfolg, der viel Einsatz erfordert habe: „Gute Nachrichten für Borkum, doch es war ein hartes Stück Arbeit. Aber die Freude ist jetzt umso größer.“ Das niedersächsische Wirtschaftsministerium habe das Vorhaben grundsätzlich unterstützt, allerdings seien die Fördermittel der N-Bank begrenzt gewesen. Entsprechend notwendig seien zahlreiche Gespräche und Abstimmungen gewesen, bis der Förderbescheid nun auf der Insel eingetroffen sei.
Die Borkumer hatten sich schon lange eine Ertüchtigung der teilweise abgängigen Dalben gewünscht, die für den Schiffsverkehr zu den Offshore-Windparks von zentraler Bedeutung sind. Insgesamt betrifft das Projekt neun Dalben an drei Schwimmpontons. Diese werden nicht nur verstärkt, sondern auch erhöht, um den steigenden Meeresspiegel zu berücksichtigen und die Hafeninfrastruktur langfristig zu sichern. „Durch die Verstärkung der Dalben gewinnt unser Hafen deutlich an Schlagkraft und kann einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau und zur Wartung der Offshore-Windparks in der Nordsee leisten“, erklärte NBG-Geschäftsführer Axel Held.
Raphael Warnecke, ebenfalls NBG-Geschäftsführer der Doppelspitze, betonte die strategische Bedeutung der Investition: „Mit der Maßnahme sichern wir langfristig die Leistungsfähigkeit der Nordseewindport und stärken die Rolle der Insel im Bereich der Offshore-Windenergie. Gleichzeitig leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Energieversorgung.“
Bloem sieht in der Förderzusage zudem ein Signal über die Insel hinaus: „Das ist ein weiterer kleiner Schritt auf dem Weg Niedersachsens zum Energieland Nummer eins. Wir tun etwas für unser Klima, unsere maritime Wirtschaft und letztlich auch etwas für die Insel Borkum.“ Die Förderung zeige, dass sich beharrlicher Einsatz für zentrale Infrastrukturprojekte auszahle und der Borkumer Hafen ein wichtiger Baustein der Energiewende bleibe.
