Redakteur: Andreas Behr | Foto: Andreas Behr
Rekordstart für den EWE-Nordseelauf auf Borkum
Sieben Inseln in acht Tagen – Auftakt im Jubiläumsjahr bei sommerlichen Temperaturen
Mit einem Teilnehmerrekord ist am Samstag auf Borkum der 24. EWE-Nordseelauf gestartet. Mehr als 600 Läuferinnen und Läufer, Walker sowie Nordic Walker gingen auf die rund zehn Kilometer lange
Auftaktstrecke. Über 530 von ihnen absolvieren die komplette Tour über alle sieben Ostfriesischen Inseln – so viele wie nie zuvor. Der traditionsreiche Etappenlauf findet bereits im 25. Jahr
statt. Da er während der Corona-Pandemie einmal ausfallen musste, folgt im kommenden Jahr noch ein zweites Jubiläum: Dann wird der Nordseelauf zum 25. Mal ausgetragen.
Anspruchsvoller Auftakt bei sommerlichem Wetter
Bei hohen Temperaturen verlangte die erste Etappe den Teilnehmenden einiges ab. Zugleich bot die Strecke eindrucksvolle Inselbilder: Vom Loopdeelenweg am Südstrand führte sie vorbei an
Strandzelten und dicht am Meer entlang, ehe es durch die Greune Stee ging. Dort sorgten schattige Wege zumindest zeitweise für etwas Abkühlung. Den Startschuss gab Axel Held, Geschäftsführer der
Nordseeheilbad Borkum GmbH. Er wünschte den Teilnehmenden den richtigen Rhythmus, einen guten Puls und trotz der sportlichen Herausforderung auch Zeit, die Natur zu genießen. Die NBG unterstützte
die Auftaktveranstaltung vor Ort.
Kruthoff und Jansen gewinnen auf Borkum
Schnellster Mann über die offiziell angegebenen 10,5 Kilometer war Philipp Kruthoff von den LippeRunners Werne. Er erreichte das Ziel nach 36:31 Minuten und sicherte sich damit zum Tourauftakt
die Gesamtführung. Auf den weiteren Plätzen folgten Matthias Drabold vom 1. FC Kaiserslautern in 37:38 Minuten und Christian Segga von Viermärker Dortmund in 39:36 Minuten.
Bei den Frauen gewann Michelle Jansen von den Travel Runners in 42:31 Minuten. Auch sie ging damit als erste Führende in die weiteren Etappen. Zweite wurde Clara Kinast vom TuS Eversten in 46:56
Minuten vor Marinja Niggemann von der Ausdauerschule Bunert in 47:24 Minuten.
„Laufgemeinde auf Zeit“
Mit dabei ist erneut Antje Wachtmann, Pastorin der evangelisch-lutherischen Christuskirchengemeinde Borkum. Seit 2017 begleitet sie den Nordseelauf als Tourpastorin – seinerzeit noch als
Referentin für „Kirche im Tourismus“ – und steht den Teilnehmenden seelsorgerisch zur Seite. Der Nordseelauf hat dabei eine enge kirchliche Verbindung: Wachtmanns Vorvorgänger Michael Schneider
hatte ihn vor 25 Jahren als Referent für „Kirche im Tourismus“ gemeinsam mit Iventos und der Nordsee GmbH ins Leben gerufen.
Für diese Woche bilden die Läuferinnen und Läufer eine „Laufgemeinde auf Zeit“, wie Wachtmann es beschreibt. Zugleich erinnerte sie an das langjährige Motto „Mach nicht halt – lauf gegen Gewalt“.
In diesem Jahr werden Spenden für ein Friedens- und Gerechtigkeitsprojekt von Brot für die Welt gesammelt. Vor der Siegerehrung dankte Wachtmann den Aktiven und Zuschauenden sowie den Helfenden
der NBG, den Streckenposten, der DLRG und dem TuS Borkum. Anschließend gab sie den Teilnehmenden einen Segen für die weiteren Etappen mit auf den Weg.
Gelungene Organisation zum Tourstart
Projektleiter Moritz Pickel von Iventos zeigte sich mit dem Auftakt zufrieden. Die Vorbereitungen auf Borkum hätten hervorragend funktioniert: Die Strecke sei bereits markiert und das
Veranstaltungsgelände vollständig aufgebaut gewesen, sodass das Organisationsteam nur noch die Zeitmesstechnik einrichten musste. Nach dem Start auf Borkum führt die Tour innerhalb von acht Tagen
über sämtliche sieben Ostfriesischen Inseln. Jede Etappe umfasst etwa zehn Kilometer. Gelaufen und gewalkt wird gemeinsam – getrennte Startschüsse für Läufer, Walker und Nordic Walker gibt es
nicht.
Unterstützt wird der Nordseelauf von EWE, dem Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, der Tourismus-Agentur Nordsee, den Ostfriesischen Inseln, der Kirche im Tourismus der
Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Iventos und der Erlebnis Bremerhaven GmbH. Auf Borkum trugen darüber hinaus die NBG, die DLRG, der TuS Borkum und zahlreiche weitere Helfende zum
gelungenen Start der Jubiläumstour bei.













